Pressestimmen
Die Seele schwingt mit - Der Sänger und Musiker Thomas Borchert wagte sich auf fremdes Terrain - und auch wieder nicht. Schließlich geht es um Musik in Alessandro Bariccos poetischer Lebensparabel.
Ohne große Show brachte Borchert erzählend und am Flügel spielend das Wort zum Klingen. Gebannt lauschte ihm das Publikum und sprang zur Schlussovation auf die Beine. (...)
Blau lässt den Novecento-Film links liegen, vertraut vielmehr der Bildkraft in Trompeter Tim Tooneys Geschichte über seine Freundschaft zu Novecento. Der Regisseur setzt auf der kreisförmigen, das Schiff imitierenden Route des Flügels, den Borchert lässig über die Bühne schiebt, zeitliche Zäsuren und situationskomische "Leuchtbojen" im Erzählfluss des Monologs.
Dessen verschiedene Ebenen trennt Borchert so klar, wie er die Figuren skizziert : den polternden Kapitän, den blasierten "Erfinder des Jazz" beim Duell mit dem Ozeanpianisten und Novecentos Pflegevater, den herzensguten farbigen Maschinisten. (...)
An Novecentos Geschichte wächst auch Borchert über sich hinaus und feiert verdient einen weiteren Erfolg.

02.05.2008 / Hamburger Abendblatt


Poetische Reise mit einem Lebenskünstler - So romantisch entrückt wie die Kammerspiele-Besucher an diesem Abend müssen sich einst die Passagiere auf dem Luxusdampfer "Virginian" gefühlt haben. Sie hörten auf ihren Fahrten zwischen Europa und Amerika den unvergleichlichen Novecento spielen, der sie mit seiner Musik bezauberte.
Ein ähnliches Kunststück gelingt nun Thomas Borchert : An den Kammerspielen bringt der Musicalstar "Die Legende vom Ozeanpianisten" derart hinreißend auf die Bühne, dass er am Schluss vom Premierenpublikum mit Standing Ovations gefeiert wurde.
Als charmantem und humorvollem Entertainer gelingt es Thomas Borchert vom ersten Moment an, die Zuschauer zu faszinieren und in Alessandro Bariccos wunderschön poetische Geschichte hineinzuziehen. (...)
Angereichert mit eigenen Klavierkompositionen von Thomas Borchert wird der kluge Text zu einer traumhaften Reise in die menschliche Seele.

02.05.2008 / Hamburger Morgenpost


Eine umjubelte Premiere - Thomas Borchert schlüpfte zunächst in die Rolle eines Trompeters, der aus dem Leben seines Freundes Novecento plaudert. Ein bisschen zögerlich wirkte das - nein, große Schauspielkunst war wohl nicht zu erwarten. Dann aber geschah ein Theaterwunder.
Borchert hatte sich warmgespielt, seine Darstellung wurde immer berührender. Zunehmend leichtfüßiger schlüpfte er von einer Rolle in die andere. Und weil er auch noch ein wunderbarer Pianist ist, der den Abend mit eigenen Kompositionen bereicherte, begannen die Zuschauer ihn zu lieben.
Ergreifend schön sind solche Texte, ergreifend der ganze Abend.
Wir lernen : Schauspielerische Wahrhaftigkeit ist mitunter wichtiger als Virtuosität. Der Abend endete mit Standing Ovations.

30.04.2008 / NDR 90.3 - Abendjournal


Wunderbare Liebeserklärung an das Meer und den Jazz - Ein Mann, eine Geschichte und ein Klavier - mehr braucht es nicht, um rund 400 Menschen in den Bann zu ziehen. Von der ersten Minute an hängen sie an den Lippen von Thomas Borchert alias Tim Tooney. (...)
Alessandro Barricos Geschichte vom Ozeanpianisten ist eine Geschichte voller Musik und Weisheit, eine Liebeserklärung an das Meer und den Jazz. Und Thomas Borchert versteht es, diesen Monolog ebenso vorzutragen.
Auf der Bühne der Hamburger Kammerspiele erweist er sich als großer Geschichtenerzähler, der seine Stimme, Gestik und Mimik nur minimal verändern muss, um in andere Rollen zu schlüpfen. Und dem es vor allem gelingt, mit dem von ihm Gesagten Bilder im Kopf zu erzeugen.
Doch Borchert erzählt nicht nur mit Worten. Am Klavier lässt er zudem mal Ragtime, mal Swing, mal Blues erklingen - in jedem Fall guten Jazz.
Aber immer dann, wenn es darum geht, die Einzigartigkeit des Spiels von Novecento zu erleben, dann spielt Borchert nicht mehr. Dann erzählt er - und sein Publikum kann sie hören, diese zauberhafte, verzaubernde Musik des Ozeanpianisten.
Zu Recht gab es am Ende der Premiere stehende Ovationen - inklusive fünf Aufzügen. Eine großartige Leistung in einem berührenden Stück.

02.05.2008 / Schleswig - Holsteinischer Zeitungsverlag